Widerstand durch Wissen
St. Wendel, 18. August 2025
EU zahlt für Klimaanpassung im Landkreis – während CDU St. Wendel Naturflächen am Kulturdenkmal Missionshaus für Bebauung ohne Bedarf freigeben will
Der Landkreis Sankt Wendel bekommt 200.000 Euro aus dem EU-Programm CLIMAAX für ein Climate Risk Assessment (CliRAs-WND). St. Wendel ist die einzige deutsche Teilnehmerregion des Programms. Das ist richtig und wichtig – nur fragt sich: Wie passt das zu CDU-Plänen, am Missionshaus unersetzliche Grünflächen und fruchtbaren Boden für ein nachweislich unnötiges Neubaugebiet zu opfern?
Während in Fachworkshops Hitze, Starkregen und Dürren analysiert werden, will die CDU genau jene natürlichen Puffer beseitigen, die Klimaanpassung erst möglich machen – und verschärft damit selbst die Risiken. Versiegelte Flächen heizen sich deutlich stärker auf als begrünte, fördern Überschwemmungen bei Starkregen und Zerstören Lebensräume. Kurz: Das ist das Gegenteil von Klimaanpassung.
Die BI fordert: Schluss mit der Doppelmoral! Wer EU-Gelder für Klimaanpassung nimmt, darf nicht gleichzeitig am Missionshaus Natur und Boden für Investorenpläne opfern. Wir verlangen: sofortigen Stopp der CDU-Baupläne, vollständige Offenlegung des städtebaulichen Vertrags und keine weitere Versiegelung wertvoller Flächen. Alternativplanungen unter Bürgerbeteiligung, wie z. B. unser von der BI entwickeltes Konzept für eine nachhaltige Transformation der bestehenden Missionshausgebäude inkl. Erhalt der Naturflächen, sollten nicht länger ignoriert, sondern endlich ernsthaft geprüft und in die Planungen einbezogen werden.
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Bernd Müller – Bürgerinitiative Missionshaus St. Wendel
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