Widerstand durch Wissen
St. Wendel, 27.3.2026
Das „C“ und das Missionshaus: Eine Frage, die wir nicht mehr ausblenden können
Es gibt Momente, in denen es nicht mehr nur um Bebauungspläne geht. Sondern um etwas Grundsätzlicheres. Der geplante Eingriff am Missionshaus ist so ein Moment.
Hier geht es nicht nur um ein neues Baugebiet.
Es geht um eine gewachsene Landschaft, um ein Stück Identität – und um die moralische Komponente, die bei Entscheidungen in St. Wendel nicht länger ausgeblendet werden darf.
Die Verantwortung dafür liegt aktuell maßgeblich bei der CDU als stärkster politischer Kraft. Und genau deshalb stellen sich viele Bürgerinnen und Bürger eine einfache, aber entscheidende Frage:
Wie passt dieses Vorhaben zum „C“ im Namen der Christdemokraten?
Christlich geprägte Werte sind keine abstrakten Begriffe.
Sie bedeuten u. a.:
- Verantwortung für die Schöpfung
- Respekt vor Natur und Leben
- Maßhalten statt Ausbeutung
- bewusster Umgang mit begrenzten Ressourcen
Gerade an einem Ort wie dem Missionshaus wiegt diese Frage besonders schwer.
Das Gelände ist untrennbar mit dem Wirken von Arnold Janssen verbunden – einem Mann, dessen Handeln von Verantwortung, Weitblick und Gemeinwohlorientierung geprägt war.
Viele Menschen in St. Wendel empfinden:
Genau an diesem Maßstab sollten sich Entscheidungen hier messen lassen.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um ein pauschales Nein zu Entwicklung.
Im Gegenteil.
Wir sind überzeugt:
Fortschritt ist möglich – aber nicht um jeden Preis.
Was es braucht, sind Lösungen, die Entwicklung und Natur zusammen denken, statt sie gegeneinander auszuspielen.
Der Erhalt gewachsener Landschaften ist keine nostalgische Idee.
Er ist Ausdruck von Verantwortung – gegenüber unserer Stadt und gegenüber den kommenden Generationen.
Deshalb fordern wir:
- eine transparente Neubewertung der Planungen
- eine ehrliche Abwägung aller Folgen
- und einen offenen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern
Denn die Entscheidung über die Zukunft des Missionshaus-Areals ist mehr als eine planerische Entscheidung.
Sie zeigt, wie ernst wir die moralische Komponente nehmen.
Unseren Alternativvorschlag finden Sie hier.
Foto (KI-bearbeitet): Die Fotomontage der Südachse verdeutlicht, was der Bebauungsplan zulässt: Blick vom Panoramaweg – Verlängerung um 200 Meter mit fünf Gebäuden mit sieben Stockwerken.